Jimdo kündigen7 Min. Lesezeit6. August 2026von Lukas Lavicka

Jimdo kündigen: wie Sie aussteigen, ohne Domain und Inhalte zu verlieren

Die Reihenfolge entscheidet: erst Texte und Bilder sichern, dann die neue Website aufbauen, dann die Domain umziehen, zum Schluss kündigen. Ihre Kündigungsfrist steht in Ihrem Vertrag, der Kündigungsweg im Hilfe-Bereich des Anbieters. Läuft der Vertrag aus, zeigt Ihre Domain längst auf die neue Seite, und Ihre Inhalte liegen gesichert bei Ihnen.

TL;DRDas Wichtigste in Kürze

Die Reihenfolge entscheidet: erst Texte und Bilder sichern, dann die neue Website aufbauen, dann die Domain umziehen, zum Schluss kündigen. Ihre Kündigungsfrist steht in Ihrem Vertrag, der Kündigungsweg im Hilfe-Bereich des Anbieters. Läuft der Vertrag aus, zeigt Ihre Domain längst auf die neue Seite, und Ihre Inhalte liegen gesichert bei Ihnen.

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Erst umziehen, dann kündigen: die Reihenfolge entscheidet

Ein Homepage-Baukasten ist ein Mietmodell: Sie zahlen laufend für Werkzeug, Speicherplatz und Vorlagen, und solange Sie zahlen, ist die Seite online. Eine Kündigung beendet deshalb nicht nur eine Abbuchung, sondern auch die Grundlage, auf der Ihre Website läuft.

Jimdo empfiehlt in einem eigenen Beitrag zum Anbieterwechsel ausdrücklich, die alte Website erst zu kündigen, wenn die neue bereits steht [Quelle: Jimdo-Magazin, Website-Umzug in 7 Schritten, jimdo.com/de/magazin/website-umzug-in-7-schritten/, abgerufen am 6. August 2026]. Das deckt sich mit unserer Arbeitsweise, und es hat drei praktische Gründe:

  • Zwischen Kündigung und neuer Seite darf keine Lücke entstehen, in der Kunden Sie im Netz nicht finden.
  • Inhalte, die vorher nicht gesichert wurden, lassen sich nach Vertragsende nur mit großem Aufwand rekonstruieren.
  • Ein Domainumzug braucht Vorlauf und lässt sich unter Zeitdruck schlecht nachholen.

Die folgenden fünf Schritte stehen deshalb in dieser Reihenfolge. Ein Hinweis vorab: Dieser Text beschreibt einen typischen Ablauf, er ersetzt keine Rechtsberatung. Was für Ihren Vertrag gilt, steht in Ihrem Vertrag.

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Schritt 1: Vertragsende und Kündigungsfrist nachsehen

Jimdo nennt das Prüfen der Kündigungsbedingungen selbst als ersten Schritt eines Anbieterwechsels: nachsehen, bis wann der Vertrag läuft und bis wann davor gekündigt werden muss [Quelle: Jimdo-Magazin, Website-Umzug in 7 Schritten, jimdo.com/de/magazin/website-umzug-in-7-schritten/, abgerufen am 6. August 2026].

Eine konkrete Frist nennen wir hier bewusst nicht. Fristen unterscheiden sich nach Tarif, Abrechnungszeitraum und Abschlussdatum, und sie ändern sich, wenn ein Anbieter seine Bedingungen anpasst. Eine falsche Zahl im Ratgeber kostet Sie im Zweifel eine ganze Vertragsperiode. Verlässlich sind Ihre eigenen Unterlagen und die Vertragsbedingungen Ihres Anbieters. Jimdo führt dazu auch eine Seite im eigenen Hilfe-Bereich.

Dass die Stichtage auseinandergehen, hat einen einfachen Grund: Laut Jimdos Preisübersicht kann monatlich gezahlt werden oder für eine Laufzeit von 12 oder 24 Monaten [Quelle: jimdo.com/de/preise/, abgerufen am 6. August 2026]. Wer vor zwei Jahren abgeschlossen hat, rechnet deshalb mit einem anderen Datum als jemand, der monatlich zahlt.

Praktisch: Tragen Sie Vertragsende und Frist in den Kalender ein, mit einer Erinnerung deutlich davor. Alles Weitere planen Sie rückwärts von diesem Datum.

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Schritt 2: Texte, Bilder und Zugänge sichern

Alles, was Sie über Jahre eingepflegt haben, liegt im System des Anbieters. Sichern Sie es, solange der Vertrag läuft. Jimdo nennt für den Umzug dieselben Punkte: Seitenübersicht anlegen, Texte mit Zuordnung zur jeweiligen Seite kopieren, Bilder speichern, genutzte Erweiterungen auflisten und E-Mails vor Vertragsende lokal sichern [Quelle: Jimdo-Magazin, Website-Umzug in 7 Schritten, jimdo.com/de/magazin/website-umzug-in-7-schritten/, abgerufen am 6. August 2026].

Diese Liste hat sich bei Wechselprojekten bewährt:

  • Texte je Unterseite in ein Dokument, mit der Überschrift der Seite darüber
  • Bilder in der größten verfügbaren Fassung, Baustellenfotos zuerst, weil die selten ein zweites Mal entstehen
  • Seitenstruktur, also eine Liste aller Unterseiten mit ihren Adressen, sie wird später für Weiterleitungen gebraucht
  • Kontaktdaten und Öffnungszeiten genau so, wie sie aktuell dort stehen
  • Formulareingänge, Bewertungen und Referenztexte
  • E-Mail-Postfächer, falls Ihre Adressen beim selben Anbieter liegen
  • Zugangsdaten zu Domain, Konto und eingebundenen Diensten

Ein Bildschirmfoto jeder Seite ist schnell gemacht und beantwortet später jede Frage danach, wie etwas angeordnet war.

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Schritt 3: Domain umziehen statt kündigen

Die Domain ist die Adresse, unter der Ihre Kunden Sie kennen, zum Beispiel ihr-betrieb.de. Sie ist ein eigener Vertragsgegenstand und nicht dasselbe wie das Baukasten-Abo. Prüfen Sie zuerst, wer als Inhaber eingetragen ist.

Für den Wechsel gilt: umziehen, nicht kündigen. Jimdo schreibt dazu, dass Kündigung und Neuregistrierung unnötig sind, wenn die Domain erhalten bleiben soll. Im selben Beitrag steht auch der Grund: Nach einer Kündigung beginnt eine Sperrfrist, in der niemand die Domain neu registrieren kann. Der Anbieter nennt dafür 30 Tage, weist aber ausdrücklich darauf hin, dass die Frist abweichen kann und bei internationalen Domains zum Beispiel 60 Tage beträgt [Quelle: Jimdo-Magazin, Domain kündigen oder umziehen, jimdo.com/de/magazin/domain-kuendigen-oder-umziehen-diese-dinge-solltet-ihr-beachten/, abgerufen am 6. August 2026].

Der Umzug läuft in vier Schritten: Domainsperre lösen, Auth-Code beim bisherigen Anbieter anfordern, Umzug beim neuen Anbieter mit diesem Code beauftragen, Bestätigung abwarten. Der Auth-Code ist der Nachweis, dass der Umzug vom Inhaber ausgeht. Er ist befristet: bei .de-Adressen bis zu 30 Tage, bei .at bis zu 21 Tage, bei .ch bis zu 14 Tage [Quelle: Jimdo-Magazin, Domain-Umzug und Auth-Code, jimdo.com/de/magazin/domain-umzug-auth-code/, abgerufen am 6. August 2026]. Fordern Sie ihn deshalb erst an, wenn der neue Anbieter bereitsteht.

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Schritt 4: Neue Website aufbauen und umschalten

Jetzt entsteht die neue Seite, während die alte weiterläuft. Zwei Dinge zahlen sich dabei aus.

Behalten Sie die Adressen Ihrer Unterseiten bei, wo es geht. Auch Jimdo empfiehlt für den Umzug, die bestehenden Namen der Unterseiten beizubehalten [Quelle: Jimdo-Magazin, Website-Umzug in 7 Schritten, abgerufen am 6. August 2026]. Wo das nicht passt, richten Sie eine Weiterleitung von der alten auf die neue Adresse ein. So landen Suchmaschinen und Menschen mit altem Lesezeichen weiterhin am richtigen Ort.

Planen Sie Puffer für die Umschaltung ein. Ein Domainumzug kann laut Jimdo einige Stunden dauern, selten auch einige Tage [Quelle: Jimdo-Magazin, Domain-Umzug und Auth-Code, abgerufen am 6. August 2026], eine Domainweiterleitung in der Regel 1 bis 5 Tage [Quelle: Jimdo-Magazin, Website-Umzug in 7 Schritten, abgerufen am 6. August 2026]. Legen Sie den Wechsel deshalb nicht auf den letzten Tag vor Vertragsende.

Bei uns dauert der Bau ca. 7 Tage ab Vorliegen aller Inhalte. Die alte Seite bleibt in dieser Zeit online, umgeschaltet wird erst, wenn die neue steht. Wie das abläuft, steht unter Webdesign fürs Handwerk.

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Schritt 5: Kündigen und die Bestätigung aufbewahren

Erst wenn die neue Website live ist und die Domain umgezogen wurde, kündigen Sie. Den aktuellen Weg dorthin, also die Stelle im Konto und die zulässige Form, finden Sie im Hilfe-Bereich Ihres Anbieters. Wir bilden hier bewusst keinen Klickpfad ab: Oberflächen ändern sich, und eine veraltete Anleitung ist schlechter als keine.

Drei Punkte, die danach oft untergehen:

  • Bestätigung sichern. Bewahren Sie die Kündigungsbestätigung mit dem genannten Beendigungsdatum auf.
  • Nebenverträge einzeln prüfen. Domain, E-Mail-Postfächer, Shop-Funktionen oder Zusatzprodukte können eigene Verträge sein.
  • Zahlungen im Blick behalten. Kontrollieren Sie nach dem Beendigungsdatum, ob die Abbuchungen tatsächlich enden.
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Was nach der Kündigung mit Website, Domain und Inhalten passiert

Ihre Inhalte: Ihnen bleibt, was Sie in Schritt 2 gesichert haben. Wie lange Daten nach Vertragsende abrufbar sind und was mit ihnen geschieht, steht in den Vertragsbedingungen Ihres Anbieters. Klären Sie das vor der Kündigung, nicht danach.

Ihre Domain: Nach einem rechtzeitigen Umzug bleibt sie Ihnen und zeigt auf die neue Seite. Wird sie stattdessen gekündigt, greift die Sperrfrist aus Schritt 3.

Ihre Sichtbarkeit: Prüfen Sie nach der Umschaltung Ihr Google-Unternehmensprofil, Branchenverzeichnisse und Social-Profile auf die hinterlegte Adresse. Bleibt die Domain gleich, ist dieser Schritt klein. Suchmaschinen brauchen danach vor allem saubere Weiterleitungen und etwas Zeit.

Ihre E-Mail-Adressen: Lagen sie beim alten Anbieter, brauchen Sie vor Vertragsende ein neues Postfach und eine gesicherte Kopie Ihrer Nachrichten.

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Wann ein Baukasten die richtige Wahl bleibt

Nicht jeder Ausstieg ist sinnvoll. Ein Baukasten ist ein ordentliches Werkzeug, und es gibt gute Gründe, dabei zu bleiben:

  • Sie arbeiten gerne selbst an der Seite und ändern regelmäßig Inhalte.
  • Sie brauchen aktuell eine einfache Visitenkarte, und das Budget gibt keinen Dienstleister her.
  • Ihre Seite ist aktuell, läuft auf dem Handy sauber und leistet, was Sie von ihr erwarten.

Ein Wechsel lohnt sich dann, wenn die Pflege seit Monaten liegen bleibt, wenn die Seite aussieht wie viele andere, oder wenn Sie laufend für etwas zahlen, das Sie kaum noch nutzen. Der Unterschied liegt weniger im Anbieter als im Modell: mieten oder besitzen. Der ausführliche Modellvergleich steht in Baukasten, Agentur oder Festpreis.

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Wechsel zum Festpreis statt erneutem Abo

Wenn Sie ohnehin wechseln, lohnt der Blick auf die Modellfrage. Ein Festpreis bedeutet: Sie zahlen einmal für den Bau, danach gehört Ihnen die Website mit Inhalten, Domain und Zugängen.

Bei uns gibt es dafür zwei Pakete: die Visitenkarte für 700 Euro und den Werkzeugkoffer für 1.000 Euro, jeweils Endpreise, jeweils einmalig [Quelle: eigene Preisliste, Stand 06.08.2026]. Die Lieferzeit beträgt ca. 7 Tage ab Vorliegen aller Inhalte, Ihr eigener Aufwand liegt bei rund 1 bis 2 Stunden für Stichpunkte und Fotos [SCHÄTZUNG].

Ehrlich dazugesagt: ganz ohne laufende Kosten geht es auch bei uns nicht. Hosting und Domain laufen weiter, über uns ab 15 Euro pro Monat, die Domain je nach Endung etwa 10 bis 20 Euro pro Jahr [Quelle: eigene Preisliste, Stand 06.08.2026]. Der Unterschied: Sie mieten nicht mehr das Werkzeug, sondern zahlen einmal für ein fertiges Ergebnis, das Ihnen gehört. Was in welchem Paket steckt, steht auf der Preisseite, die Gegenüberstellung aller Wege im Artikel Website erstellen lassen: Preise und Kosten.

mB

Geschrieben von meinBetrieb online

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