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Jimdo kündigen und wechseln: Domain, E-Mails und Inhalte mitnehmen

Wenn Sie Jimdo kündigen und zu einer anderen Website wechseln möchten, klären Sie zuerst Ihre Kündigungsfrist, sichern Ihre Inhalte und planen Domain sowie E-Mail getrennt. Reichen Sie die Kündigung fristgerecht zum gewünschten Vertragsende ein. Die neue Website und der E-Mail-Empfang müssen rechtzeitig vor dem Wegfall der benötigten alten Leistungen funktionieren.

Merkblatt
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Thema
Kosten und Anbieterwahl
Veröffentlicht
6. August 2026
Aktualisiert
10. Oktober 2026
Lesezeit
7 Min.
Schlüsselbund mit orangem Anhänger, kleiner Umzugskarton, USB-Stick und Packband auf einer Betonwerkbank
Symbolbild, KI-generiert

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Kündigung und Wechsel getrennt planen

Die pauschale Reihenfolge „erst vollständig umziehen, dann kündigen“ kann zu spät sein. Entscheidend ist der Unterschied zwischen dem Einreichen der Kündigung und dem Datum, an dem Ihr Vertrag endet.

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1. Produkt, Frist und Vertragsende feststellen

Prüfen Sie, ob Sie Jimdo Creator oder den Jimdo Website Builder nutzen. Die Kündigungswege unterscheiden sich. Schreiben Sie den Tarif, den nächsten Zahlungstermin, die konkrete Kündigungsfrist und das vorgesehene Ende auf.

Die aktuellen Jimdo-Hilfen nennen allgemein eine Kündigung bis einen Monat vor dem nächsten Zahlungstermin, weisen aber ausdrücklich auf mögliche Abweichungen je Vertrag hin. Maßgeblich für Ihre Planung sind deshalb Ihre Vertragsdaten und die für Ihren Vertrag geltenden Bedingungen. Jimdo Creator: Kündigung, Jimdo Website Builder: Kündigung. Quellenstand: 10. Oktober 2026.

Prüfen Sie Zusatzleistungen einzeln. Bei Website Builder behandelt Jimdo die Kündigung separat gebuchter Add-ons unabhängig vom Website-Tarif. Das kann etwa zusätzliche Domains oder professionelle E-Mail-Adressen betreffen. Jimdo: Add-on kündigen.

Wenn das Vertragsende für einen sauberen Wechsel zu nah liegt, klären Sie die weitere Nutzung der benötigten Dienste mit den Anbietern. Lassen Sie die Frist nicht verstreichen, während noch am Entwurf gearbeitet wird.

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2. Den Bestand sichern, solange Sie Zugriff haben

Erstellen Sie eine Liste aller bisherigen Seiten mit ihren Adressen. Sichern Sie die Texte mit Seitenzuordnung, Originalbilder in der verfügbaren Qualität und vorhandene Downloads. Öffnen Sie dabei auch Galerien, Slider, vergrößerte Bilder und eingeklappte Inhalte.

Zur Bestandsaufnahme gehören außerdem:

  • Leistungen, Kontaktdaten und Öffnungszeiten;
  • Referenzen und die dazugehörigen Freigaben;
  • Formulare, benötigte Eingänge und angebundene Dienste;
  • Postfächer, Nachrichten, Kontakte, Weiterleitungen und zusätzliche E-Mail-Adressen;
  • Kontozugänge, Vertragsdaten und zuständige Ansprechpartner.

Ein Bildschirmfoto hilft, den Aufbau nachzuvollziehen. Es ersetzt weder die Bilddatei noch einen lesbaren Download oder ein gesichertes Postfach. Prüfen Sie auch, welche Bilder, Schriften und anderen Bestandteile Sie außerhalb des bisherigen Systems weiterverwenden dürfen.

Halten Sie später neben jeden Bestandspunkt sein Ziel auf der neuen Website. Bei Bildern zählt die tatsächlich sichtbare Vorschau, nicht nur eine Datei im neuen System.

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3. Die Domain behalten und ihren Umzug vorbereiten

Die Domain ist Ihre Adresse, beispielsweise der Name Ihres Betriebs mit der Endung .de. Sie ist nicht dasselbe wie die Website oder das Postfach dahinter.

Wenn Sie die Adresse weiter nutzen möchten, wählen Sie im passenden Jimdo-Ablauf die Option zum Behalten und Transferieren der Domain. Die Creator-Hilfe beschreibt dafür die Übertragung zu einem anderen Anbieter und die Bereitstellung des Auth-Codes. Sie stellt außerdem klar, dass Jimdo für Creator kein reines Domainhosting anbietet. Jimdo: Domain nach Kündigung behalten.

Liegt Ihre Domain bereits bei einem externen Anbieter und ist nur mit Jimdo verbunden, kann sie gegebenenfalls dort bleiben. Dann wird die Verbindung zur neuen Website angepasst; ein Registrarwechsel ist nicht allein wegen der Jimdo-Kündigung nötig.

Der Auth-Code wird für den Transfer benötigt. Klären Sie vorab mit dem neuen Anbieter, welche Schritte für Ihre konkrete Domain gelten. Prüfen Sie die hinterlegten Inhaberdaten und ob Sie die dafür verwendete Kontaktadresse erreichen können. Eine von der umzuziehenden Domain unabhängige Kontaktadresse kann dabei hilfreich sein.

Eine Domain absichtlich löschen und später neu registrieren zu wollen, ist kein sinnvoller Umzugsplan. Fristen, Sperren und Wiederherstellungsverfahren unterscheiden sich nach Domainendung und Situation. Verlassen Sie sich nicht auf eine allgemeine Zahl aus einem Ratgeber.

Wichtig: Domaintransfer, Website-Umschaltung und Vertragskündigung sind verschiedene Vorgänge. Lassen Sie sich für jeden Vorgang den Status bestätigen.

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4. E-Mails als eigenes Teilprojekt behandeln

Ein Domainumzug nimmt Ihr Postfach nicht automatisch mit. Für Creator sagt Jimdo ausdrücklich, dass E-Mail-Konten beim Domaintransfer nicht berücksichtigt werden und Nachrichten sowie Kontakte vorher gesichert werden sollen. Jimdo: Domain zu einem anderen Anbieter transferieren.

Nutzen Sie bereits einen unabhängigen Maildienst, muss dafür möglicherweise kein neues Postfach angelegt werden. Klären Sie, welche bisherigen Domain-Einträge erhalten bleiben und ob der externe Mailvertrag unverändert weiterläuft.

Erstellen Sie eine Liste der Adressen, die weiter funktionieren müssen. Denken Sie an persönliche Postfächer, Sammeladressen wie info@, Weiterleitungen und gegebenenfalls die Absenderadresse Ihrer Website-Formulare.

Vereinbaren Sie mit der Betreuung beider Systeme:

AufgabeWas bestätigt werden sollte
Daten sichernNachrichten und Kontakte sind vollständig lesbar gesichert
Neues Postfach vorbereitenBenötigte Adressen, Benutzer und Speicher stehen bereit
Nachrichten übernehmenImport beziehungsweise Übernahme ist geprüft
Zustellung umstellenDie für E-Mail zuständigen Domain-Einträge sind passend eingerichtet
Geräte und Formulare prüfenEmpfang, Versand und Website-Anfragen funktionieren
Rest kontrollierenWährend des Übergangs noch eingegangene Nachrichten sind berücksichtigt

Lassen Sie technische Einträge wie MX, SPF und DKIM von der zuständigen Betreuung anhand des gewählten Maildienstes konfigurieren. Es genügt nicht, nur die Website im Browser zu öffnen und daraus auf funktionierende E-Mails zu schließen.

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5. Die neue Website aufbauen und gezielt umschalten

Bereiten Sie die neue Seite vor, während die benötigten bisherigen Dienste noch verfügbar sind. Stimmen Sie vor der Umschaltung ab, wer die Domain-Einstellungen ändert, wer testet und wer bei einem Problem erreichbar ist.

Behalten Sie passende bisherige Seitenadressen nach Möglichkeit bei. Wenn Adressen geändert werden, braucht es eine Zuordnung von alten zu neuen URLs. Google empfiehlt bei Websiteverschiebungen passende Weiterleitungen und eine Kontrolle des Umzugs. Google: Websiteverschiebungen.

Planen Sie Puffer ein, ohne eine allgemeine Dauer für sämtliche Domains und Anbieter anzunehmen. Prüfen Sie nach der Umschaltung wichtige Unterseiten, HTTPS, Telefonlinks, Formulare und beide Richtungen des E-Mail-Verkehrs. Auch gespeicherte alte Links sollten am vorgesehenen Ziel ankommen.

Der Ablauf einer größeren Erneuerung ist im Beitrag zum Website-Relaunch beschrieben.

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6. Fristgerecht kündigen und die Bestätigung prüfen

Dieser Schritt richtet sich nach Ihrer Frist und kann zeitlich vor der Umschaltung liegen. Stellen Sie vorher sicher, welche Auswirkungen die gewählte Kündigung auf Ihre benötigten Leistungen hat.

Beim Website Builder beschreibt Jimdo den Weg über das Dashboard der betreffenden Website: „Paket & Rechnungen“, „Abo verwalten“, „Paket kündigen“. Beim Creator führt der Weg im Bearbeitungsmodus über „Vertragsinhalte“ zum Kündigen des Creator-Vertrags. In beiden Fällen ist die Auswahl zum Behalten der Domain wichtig. Prüfen Sie den aktuellen Ablauf in den oben verlinkten Hilfen.

Bewahren Sie die Bestätigung mit dem angegebenen Beendigungsdatum auf. Kontrollieren Sie separat den Transferstatus Ihrer Domain und die vereinbarten Enddaten der Zusatzleistungen. Prüfen Sie nach dem Vertragsende, ob weitere Abrechnungen zu noch aktiven Diensten gehören oder geklärt werden müssen.

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Was nach dem Vertragsende bestehen bleibt

Eine Kündigung ist nicht automatisch die vollständige Löschung der bisherigen Website. Jimdo beschreibt für Creator und Website Builder eine Weiterführung als kostenlose Website, mit Einschränkungen gegenüber dem bezahlten Paket. Prüfen Sie deshalb auch, ob eine alte kostenlose Fassung später noch öffentlich erreichbar sein soll. Die eigens gesicherten Inhalte bleiben unabhängig davon Ihre Arbeitsgrundlage für den Wechsel.

Für die eigene Domain und zugehörige E-Mail-Leistungen müssen die vereinbarten Anschlusslösungen funktionieren. Die Creator-Hilfe warnt ausdrücklich vor dem Wegfall der domainbezogenen E-Mail-Adressen und verlangt eine vorherige Sicherung. Klären Sie den genauen Abschaltzeitpunkt für Ihren Vertrag, statt ihn aus dem Kündigungsklick abzuleiten.

Kontrollieren Sie nach dem Wechsel das Google-Unternehmensprofil, relevante Verzeichnisse und Social-Profile. Bleibt die Domain gleich, können diese Links weiter passen; geänderte Unterseiten oder Kontaktdaten brauchen trotzdem einen Abgleich. Ein Umzug ist keine Zusage für unveränderte Google-Positionen.

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Wann ein Wechsel sinnvoll ist und wann der Baukasten bleibt

Wenn Sie Ihre Seite gern selbst pflegen, die Funktionen ausreichen und der Auftritt aktuell ist, kann ein Baukasten weiterhin passen. Ein Wechsel sollte ein konkretes Problem lösen: fehlende Pflege, unpassender Leistungsumfang oder der Wunsch nach einer anders betreuten Website.

Bei meinBetrieb online kostet die Visitenkarte 800 Euro, der Werkzeugkoffer 1.200 Euro, jeweils einmalige Endpreise für den vereinbarten Website-Umfang. Hosting und Domain laufen separat, über meinBetrieb online ab 15 Euro pro Monat. Die Erstellung dauert etwa 7 Tage ab Vorliegen aller Inhalte; Domain- und E-Mail-Wechsel müssen dazu passend geplant werden. [Quelle: eigene Preisliste, geprüft 10.10.2026]. Aktuelle Konditionen.

Welche Sicherungen, Übernahmen und Weiterleitungen Ihr Wechsel zusätzlich benötigt, gehört vorab ins Angebot. Der Vergleich Baukasten, Agentur oder Festpreis hilft bei der Modellwahl. Für ein Erstgespräch zum konkreten Wechsel finden Sie die Kontaktdaten unter Webdesign fürs Handwerk.

Vor einer Entscheidung können Sie den kostenlosen Website-Check als erste technische Orientierung nutzen. Er ersetzt weder die Prüfung Ihres Vertrags noch die Planung des Umzugs. Weitere Kostenpositionen erklärt der Beitrag zu den Kosten einer Handwerker-Website.

Den aktuellen Website-Stand prüfen

Der kostenlose Website-Check gibt technische Orientierung. Vertragsfristen, Domain und E-Mail müssen für den Wechsel zusätzlich geklärt werden.

Website kostenlos prüfen
  • Technische Prüfung; kein vollständiger Vertrags- oder Umzugscheck.